War man schlechter als der Gegner? Fehlte es an Torchancen? Stimmte der Einsatz nicht? Alle Antworten können getrost mit Nein beantwortet werden. Warum nach 60. Minuten nichts Zählbares stand, war deshalb schwierig zu begreifen. Vielleicht, weil die SG Wehrstedt/Saldetfurth ihre Möglichkeiten in der ersten Hälfte effizient nutzte, während bei unserer Altsenioren das gesamte Spiel über - mehrheitlich im zweiten Durchgang - die Tore einfach nicht fallen wollten.
Gleich zum Start gibt es den Rückstand: Einen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung verwerten die Gastgeber mittels schnellem Umschaltspiel zur Führung 1:0 (2. Minute). Fünf Minuten später egalisiert Sascha Diekmann per Drehschuss (7.) und läutet im Team eine Druckphase mit gefälligen Kombinationen ein, deren Abschlüsse entweder vom gut aufgelegten Torwart oder dem Aluminium (10., 11. und 13.) vereitelt werden. Dann geht das Momentum völlig abhanden und schlägt sich auf die gegnerische Seite: Es folgen drei Tore in kurzer Zeit: 2:1 (14., Einzelaktion), 3:1 (20., Nachschuss), 4:1 (23.). Trotzdem steckt man nicht auf und spielt bis zur Halbzeit noch zwei bis drei gute Möglichkeiten heraus.
Schwungvoll geht es in den zweiten Durchgang - auch, weil der Gastgeber nur noch auf Konter spielt und die SG Sorsum/Emmerke/Himmelsthür weitere Angriffe kreiert. Es folgt ein Belagerungszustand mit Fernschüssen, Kopfbällen, Schüssen aus kurzer Distanz, einem Elfmeter, Pfosten- und Lattentreffern. Ein Tor fällt erst spät: Benjamin Schäll bringt schlielich aus kurzer Distanz den Ball im Gehäuse unter (4:2, 47. Minute). Folgende Möglichkeiten bleiben wiederum ungenutzt. So bleibt eine Niederlage, die letztlich vermeidbar gewesen wäre.
Weiter geht es mit etwas Pause am 5. September bei Blau-Weiß Neuhof - Anpfiff: 19 Uhr.
Text: Thomas Pöllmann / Foto (Archiv): Gerhard Peisker